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우화의 경계 허물기 – 다와다 요코의 눈 속의 에튀드
- 권혜진;
- 김경민
초록
In der traditionellen Fabel wurden Tiere in erster Linie dazu verwendet, moralische Lehren zu vermitteln und die menschliche Gesellschaft satirisch darzustellen. In vielen Werken des 19. und 20. Jahrhunderts, die Fabel-Elemente enthalten, wurden Tiere nicht nur als Stilmittel eingesetzt, sondern als Erzähler. Letztere schienen zudem allmählich verschiedene Formen anzunehmen, aber die Hierarchie zwischen Mensch und Tier blieb stets bestehen.In Yoko Tawadas Roman Etüden im Schnee, der in dieser Arbeit analysiert wird, werden die Tiere aber über die bisherigen Grenzen der Fabel hinaus nicht einfach als Stilmittel instrumentalisiert und als Erzähler dargestellt, sondern werden zudem als gleichberechtigte Subjekte neben den Menschen aufgestellt. Dementsprechend analysiert die vorliegende Studie den Roman vor dem Hintergrund der Theorien von Bruno Latour, Donna Haraway und Judith Butler, die die Dichotomie zwischen Natur und Kultur problematisieren. Der namenlose Eisbär in Kapitel 1 wird als sprechendes Subjekt dargestellt. Tosca, die Eisbärin in Kapitel 2, wird trotz ihrer Subjektivität als Objekt des menschlichen Blicks betrachtet. Und Knut, der Eisbär in Kapitel 3, wird vollständig objektiviert. Durch diese Analyse wird der Prozess aufgezeigt, wie die Tiere von Kapitel zu Kapitel durch den Menschen vom Subjekt zum Objekt herabgestuft werden, was untermauert, dass der Roman die Dichotomien Natur - Kultur und menschliches Subjekt - tierisches Objekt in Frage stellt. Dies stellt sicherlich eine Differenzierung zu bestehenden Werken dar und man kann sagen, dass Etüden im Schnee der Fabel neue Möglichkeiten eröffnet.
키워드
- 제목
- 우화의 경계 허물기 – 다와다 요코의 눈 속의 에튀드
- 제목 (타언어)
- Die Grenzen der Fabel überschreiten - Yoko Tawadas Etüden im Schnee
- 저자
- 권혜진; 김경민
- 발행일
- 2025-02
- 저널명
- 독일현대문학
- 호
- 64
- 페이지
- 55 ~ 75