나는 생각한다, 고로 나는 걷는다. – 토마스 베른하르트의 『걷기』 연구

Ich denke, also gehe ich. - Eine Studie zur Erzählung Gehen vom Thomas Bernhard

초록

In Thomas Bernhards Erzählung Gehen ist das Gehen eng mit dem Denken verbunden. Die Hauptfigur Oehler und der Ich-Erzähler gehen gemeinsam und denken währenddessen ständig über die Gründe für das Verrücktwerden ihres Freundes Karrer sowie über die Existenz nach. Sie schaffen es jedoch nicht, ihre Gedanken zu präzisieren, sondern verfangen sich in ständigen und vielfachen Wiederholungen. Ihr unaufhörliches Gehen ist dabei als ein Spiegelbild dieses Denkprozesses zu interpretieren. In dieser Arbeit wird gezeigt, dass das Gehen ebenso unaufhörlich ist wie der Text selbst, der ohne Anfang, Ende und Handlungen, sowie durch die ständige Wiederholung der Sätze und der Gedankengänge zu einer Einheit verbunden ist. Es wird gezeigt, dass das Gehen in dieser Erzählung eine Art Untergang ist, denn Karrer wird als eine Figur beschrieben, die unaufhaltsam ihrem Ende entgegen ging und schließlich in Verzweiflung über die Erkenntnisse der Sinnlosigkeit der Existenz verrückt wurde. Doch zum Ende der Erzählung wird deutlich, dass Karrers Geisteszustand nicht auf Verrücktheit hinausläuft, sondern vielmehr zu einem Zustand völliger Gleichgültigkeit gegenüber dem Überschreiten der Grenze zur Verrücktheit wird. Er steigert unablässig seine Denkintensität trotz der Gefahr verrückt zu werden, was als eine Auflösung des 'normalen Egos' verstanden werden kann. Es wird gezeigt, dass sich das unaufhörliche, intensive Denken durch den Mechanismus des Bernhardschen Gehens manifestiert. Darüber hinaus wird die Beziehung zwischen dem parallelen Gehen und Denken und Karrers geistigen Zustand näher untersucht.

키워드

PromenadologieGehenDenkenVerrücktheitEgo산보학걷기사유미침자아
제목
나는 생각한다, 고로 나는 걷는다. – 토마스 베른하르트의 『걷기』 연구
제목 (타언어)
Ich denke, also gehe ich. - Eine Studie zur Erzählung Gehen vom Thomas Bernhard
저자
김경민
DOI
10.31064/kogerm.2021.62.1.155
발행일
2021-03
저널명
독일문학
62
1
페이지
155 ~ 172

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