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Creating & Suffering. About the Aesthetization of Melancholy in Luise Rinser's Novel In The Midst Of Life (1950)
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Der Melancholie wird allgemein eine bedeutsame Rolle für die Kreativität und den Schaffensprozess von Künstler*innen zugesprochen. Als Seelenleiden spielt jene in Luise Rinsers ‚Mitte des Lebens‘ eine zentrale Rolle, da die Hauptfigur Nina ihre melancholische Grundstimmung und die dafür verantwortlichen düsteren Lebensabschnitte mittels der Schöpfung von Literatur verarbeitet und sich dadurch selbstverwirklicht. In feministischen Interpretationen der 1970er Jahre wird Nina in der Konsequenz als emanzipierte Frau betrachtet, da sie als Schriftstellerin ein unabhängiges, unbürgerliches Leben führt. Ihr Lebensstil wird als Identitätssuche einer intelligenten, von der Norm abweichenden Frau idealisiert und ihr seelischer Schmerz als Muse ihres schriftstellerischen Erfolgs perspektiviert. Tatsächlich zeigt sich jedoch, dass das durch Nina inkorporierte Künstler*innenverständnis nur bedingt als emanzipatorisch zu werten ist, übernimmt es doch unkritisch ein ursprünglich männlich kodiertes Künstlerideal, das die negative Kehrseite seelischen Leidens ausblendet.
키워드
- 제목
- Creating & Suffering. About the Aesthetization of Melancholy in Luise Rinser's Novel In The Midst Of Life (1950)
- 제목 (타언어)
- Schöpfen & Leiden. Zur Ästhetisierung von Melancholie in Luise Rinsers Roman Mitte des Lebens (1950)
- 저자
- Kim, Kyungmin
- 발행일
- 2024
- 유형
- Article
- 권
- 261
- 호
- 1
- 페이지
- 35 ~ 45