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초록
Innerhalb der binären Struktur der Aufklärung hat der Wahnsinn als “Nicht-Sein der Verirrung” und “die Leere des Nicht-Seins” fast immer im Gegensatz zum gesunden Menschenverstand gestanden. Im Verlauf der anthropologischen Wende um 1750 nahm das Interesse am Wahnsinn zu, und die Fallgeschichten über Wahnsinn bzw. Wahnsinnige waren als populäres Genre aufgekommen. In der vorliegenden Arbeit soll der Wahnsinn der Figur Balder im Roman William Lovell als eine Fallgeschichte herausgearbeitet werden. Balders Geschichte zeigt die pathologische Klimax von enttäuschter Liebe über die Melancholie bis hin zu exzessischen Wahnvorstellungen und schließlich zur Raserei. Die von Balder entworfene Apologie des Wahnsinns läuft wegen dessen katastophalen Todes auf eine Rehabilitation des Anderen der Vernunft hinaus. Bei der ambivalenten Bewertung des Wahnsinns als “ein positives Erkenntnisprinzip” und zugleich als pathologische Krankheit wird die Grenze zwischen Vernunft und Wahnsinn verwischt. Die Wahrheit des Wahnsinns bzw. des Wahnsinnigen wird im Wahnsinn selbst zurückgehalten, dadurch sogar von sich selbst entfernt, um schließlich dem absoluten Vergessen bzw. Schweigen anheimzufallen.
키워드
- 제목
- 광기가 스스로 말하다 - 티크의 『윌리엄 로벨씨의 이야기』에 담긴 어느 광인의 사례
- 제목 (타언어)
- Wahnsinn redet selber - Zur Fallgeschichte eines Wahnsinnigen in Ludwig Tiecks Roman William Lovell
- 저자
- 이영기
- 발행일
- 2019
- 저널명
- 뷔히너와 현대문학
- 호
- 52
- 페이지
- 55 ~ 77